TITEL
Wirklich e i n e Gemeinschaft?

Es ist wirklich entsetzend und ziemlich verletzend sich das alles mitansehen zu müssen, wie sich das hochschaukelt, und sich immer mehr fertig macht. Natürlich bin ich kein Unschuldskind, das war ich noch nie und werd' ich auch nie sein. Aber ich habe zumindest das Gefühl, als wäre ich eine der wenigen, die merkt, dass es auf der menschlichen Ebene extrem schief läuft bei uns. Ich schieb' das nicht auf die Weihnachtszeit, wie es andere tun. Jemanden in einer misslichen Lage noch mehr runterzuputzen anstatt aufzubauen oder einfach in Ruhe zu lassen, ist für mich kein Weihnachtsstress. Für mich ist auch, sich gegenseitig, ohne nachzudenken, Beschimpfungen an den Kopf zu werfen kein Weihnachtsstress. Genausowenig wie eine aggressive und negative Grundstimmung, wenn man in die Klasse kommt. Natürlich besteht das alles aus Vorerfahrungen – aber ist es dann nicht das, was uns zu denken geben sollte? Wenn jeder ganz genau weiß, wie schlimm es um das Klima bestellt ist, muss man sich selbst doch mal am Riemen reißen und sich Gedanken über sich und alle anderen machen. Angefangen bei sich, wie man etwas ändern kann von sich selbst aus, und warum man die anderen überhaupt so behandelt, wie man es tut. Ich muss ehrlich auch sagen, ich handle im Moment nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“ und ich glaube, das tun so viel mehr als nur ich. Und es ist ein Teufelskreis, wenn das so ist und so bleibt. Und es wird so bleiben, wenn niemand etwas dazu sagt, sich nicht erhebt und den Mund aufmacht. An so was zu denken, dass aus so ner guten Klassengemeinschaft die letzten zwei Jahre, so ein „Haufen“ geworden ist, der sich bekriegt, und nicht mehr miteinander auskommt, macht einen wirklich traurig und irgendwie verletzt das auch. Hinterhältigkeit, falsches Auftreten und ganz besonders: Gleichgültigkeit und Ignorieren... Im Hinterkopf der Gedanke, man hat eine gute Klassengemeinschaft – und dann entsteht so was daraus. Haben wir es wirklich nötig? Sind wir nicht erwachsen, alle einfühlsam und hilfsbereit genug, um uns gegenseitig eine gute Klassengemeinschaft zu ermöglichen? In meinen Augen ist jeder daran beteiligt und jeder ist schuldig. Es gibt ausnahmslos keinen, der irgendwie außen vor ist, und ohne dies als eine Schuld zu sehen – aber arbeiten müssen alle. Und manchmal ist es besser, nicht ehrlich zu sein – aber dafür wenigstens etwas Empathie zu entwickeln, und eine gewisse Distanz bzw. Freundlichkeit zu bewahren, die die anderen einfach nicht verletzt. Kurz, möchte ich damit eigentlich nur sagen, dass es wirklich traurig ist, wie es bei uns im Moment aussieht und dass wir alle etwas tun können um das zu ändern.

Ich hab' das nur in allerbester Absicht geschrieben, für uns alle, für eine bessere Klasse – in der Hoffnung deswegen nicht falsch angeschaut oder gar niedergemacht zu werden. Weil in der Klasse alles tolle Menschen sind, die man mögen kann oder einfach mit ihnen auskommen kann, wenn man's einfach mal zulassen würde.

17.12.10 13:47
 


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