TITEL
S c a r e d .

Glücklich sein.
Geht auf so viele verschieden Weisen, sollte man denken.
Aber irgendwie hab' ich so das Gefühl, dass jedes glücklichsein auch gleichzeitig ein unglücklichsein ist. Ich habe es bisher noch nicht wirklich geschafft, rundum dieses Glück zu fühlen ohne nicht irgendwo eine Angst, ein Unwohlsein, eine Sorge oder etwas desgleichen parallel dazu erlebt zu haben.
Im Moment geht es mir so gut wie lange nicht mehr, in allen Bereichen, in jeglicher Hinsicht. Und trotzdem sträube ich mich irgendwie dagegen, es einfach zu sein. Hat das irgendwas mit meinen unbewussten Ängsten oder vorherigen Erlebnissen zu tun? Die meisten würden jetzt sofort ja sagen. Aber ich kann mich darauf irgendwie nicht einlassen.
Es ist schrecklich zu wissen, man ist eigentlich glücklich und kann das auch zeigen. Auch wenn der Grund dafür total banal ist, aber man tut es dennoch nicht. Zumindest nicht so, wie man es eigentlich vor hat. Denn dieser Rest dunkle Fleck, der dieses komplett positive Gefühl verdeckt, würde mir den Boden unter den Füßen wegreißen, wenn ich das Gefühl auslassen lebe. Das Blöde daran ist irgendwie, dass ich so wirr bin und nichtmal weiß, was ich eigentlich mit dem Post bezwecken will. Wahrscheinlich einfach strikt dem Gedanken "schreib was du denkst!". Und das tu ich gerade auch, und irgendwie ergibt das keinen Sinn. Verliebt zu sein ist eins der schönsten Gefühle der Welt. Ist bei mir auch das erste Mal, wo ich glücklich bin obwohl ich keine Ahnung hab, ob es überhaupt erwidert wird oder nicht. Aber daraus mach ich mir im moment nichts, weil ich irgendwie die Ahnung hab, dass das alles wird und alles von selbst kommt. Und ich hoffe, diese Ahnung täuscht mich nicht. Weil wenn doch, wird der Schmerz danach umso größer... . Und irgendwie stell ich mir dauernd die verrückte Frage, wieso eine Beziehung wenn es so schon super ist? Warum kann man das nicht so laufen lassen? Wobei ich mich selbst wieder dabei ertapp, viel zu weit zu denken. Womit darf ich das eigentlich? Mir eine Zukunft für mich und jemand anderen vorzustellen, über den ich gar keine "Befugnis" habe...

mein Kopf explodiert wahrscheinlich bald. Weil zu viele s i n n l o s e  Gedanken darin rumschwirren und aneinanderknallen. Super.
2.2.11 16:55


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I don't like the drugs but the drugs like me.

Irgendwie ist das ein komisches Gefühl, wenn eigentlich die ganze Gefühlswelt total kopfüber hängt, und die Sonne draußen scheint, als wäre alles perfekt und niemand könnte irgendwas irgendwie verletzen.
Ich frag' mich schon die ganze Zeit, was man tut, wenn weder das Herz noch der Verstand sagen kann, was richtig und falsch ist? Wenn man denkt, man braucht ein richtig oder falsch. Falls es sowas überhaupt gibt. Dann sitzt man da, zermattert sich den Kopf darüber und ist kurz vorm verzweifeln um dann festzustellen, dass man da alleine nicht so herauskommt, zumindest nicht, mit einer halbwegs zufriedenstellenden Antwort.

Ich glaube im Moment weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man nicht mehr weiß, was Liebe bedeutet. Wenn man sich denkt, man möchte aber man kann nicht verliebt sein. Wobei.. das irgendwie falsch ist. Ich müsste sagen: Wenn man denkt, man ist verliebt oder zumindest verknallt oder so, und sich aber absolut unsicher und am zweifeln ist, ob es das wirklich ist? Ob da nicht was fehlt, ob es anders sein müsste?

Ich glaube, mich zu verstehen ist im Moment unmöglich. Schon allein, weil ich es selbst nicht auf die Reihe bekomme, nicht mal ansatzweise! Förderlich dafür ist natürlich auch, dass wenn man denkt, man hat (nach langer Zeit) wieder Menschen gefunden, mit denen man eine richtig schöne Zeit verbringen kann, jemand kommt und da einfach 'ne Wand dazwischen haut. So kommt mir das vor. Und es ist traurig, dass mir das so vorkommt. Wirklich. Ich würde so gerne einfach die bleibende Zeit geniessen, und die nicht hinter irgendwelchen Mauern herumfuchteln müssen.

Das einzig sinnvolle im Moment ist, das Chaos weiter brodeln zu lassen und zu hoffen, dass es von alleine abkühlt, in der Hoffnung, dass es dann zu Ende und geniessbar ist. Und vielleicht auch irgendwie klarer.
Denn im Moment brauch ich dieses Chaos nicht. Darauf kann ich sehr gut verzichten, oder anderen schicken. Möchte es jemand?
16.1.11 14:58


Wirklich e i n e Gemeinschaft?

Es ist wirklich entsetzend und ziemlich verletzend sich das alles mitansehen zu müssen, wie sich das hochschaukelt, und sich immer mehr fertig macht. Natürlich bin ich kein Unschuldskind, das war ich noch nie und werd' ich auch nie sein. Aber ich habe zumindest das Gefühl, als wäre ich eine der wenigen, die merkt, dass es auf der menschlichen Ebene extrem schief läuft bei uns. Ich schieb' das nicht auf die Weihnachtszeit, wie es andere tun. Jemanden in einer misslichen Lage noch mehr runterzuputzen anstatt aufzubauen oder einfach in Ruhe zu lassen, ist für mich kein Weihnachtsstress. Für mich ist auch, sich gegenseitig, ohne nachzudenken, Beschimpfungen an den Kopf zu werfen kein Weihnachtsstress. Genausowenig wie eine aggressive und negative Grundstimmung, wenn man in die Klasse kommt. Natürlich besteht das alles aus Vorerfahrungen – aber ist es dann nicht das, was uns zu denken geben sollte? Wenn jeder ganz genau weiß, wie schlimm es um das Klima bestellt ist, muss man sich selbst doch mal am Riemen reißen und sich Gedanken über sich und alle anderen machen. Angefangen bei sich, wie man etwas ändern kann von sich selbst aus, und warum man die anderen überhaupt so behandelt, wie man es tut. Ich muss ehrlich auch sagen, ich handle im Moment nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“ und ich glaube, das tun so viel mehr als nur ich. Und es ist ein Teufelskreis, wenn das so ist und so bleibt. Und es wird so bleiben, wenn niemand etwas dazu sagt, sich nicht erhebt und den Mund aufmacht. An so was zu denken, dass aus so ner guten Klassengemeinschaft die letzten zwei Jahre, so ein „Haufen“ geworden ist, der sich bekriegt, und nicht mehr miteinander auskommt, macht einen wirklich traurig und irgendwie verletzt das auch. Hinterhältigkeit, falsches Auftreten und ganz besonders: Gleichgültigkeit und Ignorieren... Im Hinterkopf der Gedanke, man hat eine gute Klassengemeinschaft – und dann entsteht so was daraus. Haben wir es wirklich nötig? Sind wir nicht erwachsen, alle einfühlsam und hilfsbereit genug, um uns gegenseitig eine gute Klassengemeinschaft zu ermöglichen? In meinen Augen ist jeder daran beteiligt und jeder ist schuldig. Es gibt ausnahmslos keinen, der irgendwie außen vor ist, und ohne dies als eine Schuld zu sehen – aber arbeiten müssen alle. Und manchmal ist es besser, nicht ehrlich zu sein – aber dafür wenigstens etwas Empathie zu entwickeln, und eine gewisse Distanz bzw. Freundlichkeit zu bewahren, die die anderen einfach nicht verletzt. Kurz, möchte ich damit eigentlich nur sagen, dass es wirklich traurig ist, wie es bei uns im Moment aussieht und dass wir alle etwas tun können um das zu ändern.

Ich hab' das nur in allerbester Absicht geschrieben, für uns alle, für eine bessere Klasse – in der Hoffnung deswegen nicht falsch angeschaut oder gar niedergemacht zu werden. Weil in der Klasse alles tolle Menschen sind, die man mögen kann oder einfach mit ihnen auskommen kann, wenn man's einfach mal zulassen würde.

17.12.10 13:47


... weil man seine Gedanken nicht ausblenden kann.

Jeden Morgen wenn ich in der Dusche stehe, überhäuf' ich mich selbst mit dutzenden von Fragen. Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann. Oder eher: Nicht beantworten will... . Angefangen damit, dass ich mir alte Beziehungen vor mein innerliches Auge gehalten hab, undalle möglichen schönen Momente durchgegangen bin. Gemeinsam im Bett liegen und nebeneinander aufwachen, lustige Autofahrten zusammen, oder einfach nur Gespräche und Wörter des anderen, die man einfach nicht vergisst. Die sich im Kopf eingebrannt haben wie eine Narbe, oder ein Tattoo. Manchmal in Farbe, manchmal schwarz-weiß. Und dann frägt man sich, wie nach all der schönen Zeit und diesen haufenweisen Momenten doch alles zerbrechen kann wie ein Spiegel der in tausend Scherben zerspringt. Woran man sich, wenn man nicht vorsichtig genug ist, an jeder Kante schneiden kann und blutet. Und warum kann man nicht loslassen? Oder will man nur nicht? Es ist doch so viel schmerzlicher an diesen Erinnerungen festzuhalten, wenn man weiß, dass es in dieser Art nie mehr vorkommen wird, wie es wahr. Dass es zu Ende ist, ein entgültiger Schnitt sozusagen. Ist das nicht viel intensiver und schmerzender als sich die Streitereien, nervigen Macken des Partners oder einfach unschöne Momente zu kennen, und froh zu sein, diese loszuwerden? Komischerweise habe zumindest ich, all dies immer ausgeblendet, wenn ich daran zurück denke. Die große Frage ist nur das wieso? Weil ich mich an die Zeit klammere vielleicht? Weil ich Angst habe, so etwas nicht mehrzu erleben und wenigstens etwas Schönes in Erinnerung zu haben? Ich weiß es nicht. Oder einfach, um den Schmerz, der das Ende der Beziehung gebracht hat, zu überdecken? Oder einfach ganz simpel: Weil es schön war? Wenn dies so wär, dann müsste das Einsehen, dass es so nicht mehr ist, doch um so mehr enttäuschender sein. Was einen fragen lässt. Nach etlichen Liebeserklärungen und Zärtlichkeiten die man ausgetauscht hat und eigentlich auf Wolke Sieben schwebte, warum entwickelte sich dann etwas so negativ? Und warum immer noch einseitig? Ich könnte noch mindestens zehn Warum fragen, aber das würde wohl zu sehr abdriften. Wenn ich nach den Thesen oben gehe, dass man sich das alles in Erinnerung rufen will, aus welchem Grund auch immer, dann will man nur einfach nicht loslassen, oder? Es ist wirklich schwer überhaupt zu definieren was in dieser Situation der Unterschied zwischen „kann“ und „will“ ist. Gibt es da überhaupt einen? Viel zu kompliziert... es macht mich auch ebenso ständig kaputt, dauernd diese Fragen und Situationen im Kopf schweben zu haben. Dazu die Bilder der Verflossenen, die man in einem Moment mit einem glücklichen Gesicht vor Augen hat, und im nächsten mit einer bösen, verachtenden Miene, von der man sich nicht erklären kann: Was zum Teufel hab ich falsch gemacht? Danach auf unbestimmte Dauer mindestens die Hälfte der Woche mit der Frage und dem Gesicht vor Augen aufzuwachen, macht auch nichts besser. Im Gegenteil, es quält einen nur immer mehr, immerzu. Je öfter man diesen Menschen sieht, der einen schlaflos macht, desto größer ist der Drang ihn anzuschreien, zu schütteln und zu fragen was das soll. Aber wer tut das schon? Wer hat soviel Mut in den Knochen und soviel Zeit und so wenig zu verlieren, dass er das tut? Ich glaube sogut wie niemand. Für mich ist das nur eine Frage der Zeit, bis jemand, dem solche Gedanken und Bilder und vorallem FRAGEN durch den Kopf gehen, und die sich festhalten und einkrallen, irgendwann zusammenbricht unter all dieser Last. Eine Last, die eigentlich keine ist. Eine Last, die man niemals mit sich rum tragen sollte, aber es doch dauernd und ständig tut. Die eigentlich kein Gewicht hat, und trotzdem schwerer als ein Haufen Steine wiegt. Und davon abgesehen, dass ich mich ständig im Kreis drehe, und versuche alle möglichen Seiten dieses Chaos' zu hinterfragen, gibt es doch keine Antwort. Aber irgendwie tröstet es mich, dass ich wenigstens aufschreiben kann, was für Gedankenschübe ich hab', wenn mein Kopf mal wieder kurz vorm explodieren steht, und man selbst am liebsten schreien würde. Denn irgendwie glaube ich, ist jeder zwiegespalten. Einerseits möchte man diese Gedanken packen und wegwerfen, am besten verbrennen. Und andererseits hält man sich daran fest nur um zu merken: Ich war, wenn auch nur kurz oder ohne große Bedeutung, für jemanden mal wichtig.
11.12.10 16:25


Von der Gesellschaft... oder: Wie die soziale Fürsorge verkümmert.

Ich brauch wieder Zeit zum schreiben. Ich sitze hier, starre auf meine Tastatur während ich irgendwas schreibe, was mir im Kopf herum geht und hoffe, dass das, was ich sagen möchte irgendwie verständlich rüberkommt. Seit einigen Tagen denke ich einfach wieder zuviel nach und weiß nicht einmal zu welchem Sinn und was das eigentliche Thema dazu ist. Anlass dazu ist vielleicht nur der Winter, der Schnee und die Kälte, oder verflossene Lieben, oder einfach nur dieses allein fühlen. Oder die Situation in meiner Klasse, mit mir, wie ich einfach nirgends reinpasse. Egal, wo ich bin, ich habe das Gefühl, mich kann man da nicht reinstecken und mich nicht fügig machen. Auch wenn ich mich bemühe es allen Recht zu tun und ihnen zu helfen und ich setz' mich für die ein... am Schluss werd' ich vor den Kopf gestoßen. Empathie nennt man so was heutzutage. Zumindest behaupten das alle von sich. Sie wären so einfühlsam und unglaubliche Vorzeigekameraden. Aber bis zum Nachdenken warum jemand so gehandelt hat, kommt es dann doch bei Niemandem. Ziemlich traurig wenn man bedenkt, dass das alles erwachsene Menschen sind bzw. sein sollten und man eigentlich mehr erwarten könnte. Oder ich hab ein gänzlich verfälschtes Bild von Klassenzusammenhalt, Vertrauen und Aufrichtigkeit. Ist in meiner Erziehung so viel falsch gelaufen? Dass ich es schockierend finde, wenn sich Menschen als „Arschloch“, „Schlampe“ oder einfach nur dumm bezeichnen, und das „lustig“ meinen und der gegenüber mitlachen kann? Oder wenn man es als höflich betrachtet wenn man zu einer anderen Person „Halt die Fresse“ sagt anstatt „Kannst du bitte leise sein“. Und sich danach persönlich angegriffen fühlt und absolut uneinsichtig ist, wenn man selbst darauf hinweist, dass das total unangebracht und verletzend war. Welche Sichtweise ist richtig? Und welche nicht? Gibt es das überhaupt oder ist das nur Einbildung und meine, wie ich schon oft zu hören bekommen habe, überempinfindliche Emotionalität. Also kurz gesagt: Ich bin viel zu sensibel, die mich so verletzlich und empindlich macht und auf die ich viel zu sehr höre anstatt auf meinen Verstand. Aber sollte man nicht hauptsächlich im Umgang mit anderen Menschen auf sein Herz hören? Weil Gefühle viel viel wichtiger sind, als das, was der Kopf sagt und denkt, und das Unterbewusstsein bzw. das Bewusstsein einem versuchen einzuflösen? Aber um diese Frage mal offen stehen zu lassen will ich mich auch noch anderen Themen widmen. Der Hinterhältigkeit die anscheinend überall herrscht. In dem ganzen Umfeld, in meiner Gesellschaft, in der heutigen Kultur steht überall „Ehrlichkeit“ und „Freundlichkeit“ an erster Stelle. Freundlichkeit natürlich, aber um welchen Preis? Die falsche Freundlichkeit, die andere womöglich schwer verletzen kann? So sieht es nämlich aus, wenn man sich selbst zurückzieht und beobachtet, ist das alles so sichtbar, es scheint schon fast heraus. Aber die Menschen, die das selbst praktizieren merken es natürlich nicht oder wollen es einfach nicht hören und verschließen alles. Was bringt der Gesellschaft diese falsche, lügenbedeckte Freundlichkeit, die am Schluss nur existiert damit jeder sein eigenes Ego durchbringt und widersprüchlich keine Rücksicht auf die Mitmenschen nimmt? Und ich frage mich immer wieder wie Menschen Ehrlichkeit als obersten Wert definieren können und eiskalt sagen sie stehen dafür, wenn schon allein dieser Satz eine wahre Lüge ist Wenn man am Tag schon vorher sich durchs Leben getragen hat mit Lügen mitsichziehend.? Und dann nicht mal so viel Courage haben und sagen, dass es einfach verdammt schwer ist dies einzuhalten aber man ja keinerlei Anstalten macht dies überhaupt zu probieren. Einfach weil man ja anerkannt werden will und dies oftmals nur so geht. Punkt. Und auch wenn das Thema längst ausgekaut sein müsste lässt es mich nicht los. Das leidige Thema Liebe und Beziehung. Wobei diese zwei Wörter anscheinend in unserer Gesellschaft zwangsläufig nicht mehr in Zusammenhang stehen müssen. Ich habe schon lange daran zu knabbern zu entscheiden, was mir wichtiger ist. Wie sich herausgestellt hat klappt eine Beziehung ja auch ohne Gefühle ziemlich gut. Was einem anscheinend dann erst nach Wochen auffällt oder man einfach vorher schon wusste aber ignoriert. Worauf man auf die falsche Freundlichkeit und ebenso die Ehrlichkeit zurückführen kann. Ziemlich absurd in einer emanzipierten Gesellschaft sich so was dauernd antun zu müssen und dass dieses Phänomen in einer modernen, gleichgestellten Kultur so unglaublich zugenommen hat. Soll man jetzt gutheißen, dass man seine partner so freien wählen kann und sich über eine nicht lebenslange Bindung freuen oder eher die konservative Variante bevorzugen und mit einem Partner scheinlich glücklich zu sein, obwohl diese Liebesgefühle gar nicht vorhanden sind? Zweitere Variante ist ziemlich wahrscheinlich um einiges weniger verletzend. Aber leider Gottes kann man sich das ja nicht mehr heraussuchen und wird einfach in das Beziehungsmeer hineingeschmissen und muss direkt aus der Mitte an irgendein Ufer zur Rettung schwimmen. Wer das nicht schafft hat verloren und ertrinkt in den Weiten der Beziehungswellen und Liebesstürmen. Denn wenn man sich das verinnerlicht und darüber nachdenkt muss man sich doch wundern wieviel Skrupel die Menschen haben solche Dinge überhaupt zuzulassen und damit zu spielen, so ohne Hintergedanken einfach zu leben und die anderen im Meer an die Angel zu ziehen und wieder rauszuschmeißen, gut möglich auch ein weites Stück zurückzuwerfen. Denn wie heißt es? Zwei Schritte vor, einen zurück... oder auch Zwei Schritte zurück und einen vor. Was mich hier gerade ganz stark an Alice im Wunderland erinnert, was mit dem Thema eigentlich nichts zu tun hat, frei nach dem Satz des Hutmachers „Ich sehe was ich esse, ist nicht dasselbe wie ich esse was ich sehe!“ kann man sagen „Aus Liebe wird Beziehung“ ist nicht das Gleiche wie „Aus Beziehung wird Liebe“. In unserer Gesellschaft besteht wohl inzwischen überwiegend Letzteres. Wenn Beziehungen enden mit absurden Argumenten oder gar ohne Begründung dann bleibt oftmals nur ein rießengroßes Fragezeichen im Gesicht zurück. Dies kann nach ein paar Tagen, manchmal auch nach Wochen oder gar M o n a t e n noch nicht erloschen sein. Ich seh' es bei mir immernoch förmlich leuchten und strahlen und hör es sagen „Hier bin ich, komm lös mich!“ Soll das wirklich mein großes Rätsel in dieser Zeit sein!? Gründe für einen Schlussstrich geben, den man sich nicht herbeigewunschen hat und den man eigentlich nie hätte erleben wollen. Sich wieder vor Augen führen zu müssen, sein Herz wieder einmal umsonst vergeben zu haben, seine ganze Welt in die Hände jemanden anderes zu legen, um etwas später zu merken er wollte sie nicht tragen, aus welchen Gründen auch immer, und dann alleine mit der Last, mit all den Sorgen aber auch mit seiner Freude dazustehen? Viel zu lange versuche ich irgendwie, mit irgendwelchen Sprüchen, Zeilen, Worten, Sätzen, Ausdrücken oder Verhaltensweisen zu zeigen wie sehr schwer mir fällt dieses Fragezeichen zu beseitigen. Ob es nun ignorieren oder lösen ist. Aber bisher habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, es drängt sich immer wieder auf. Und irgendwie habe ich das Gefühl, es wird mit jedem Tag der Ignoranz größer. Mit der Uneinsichtigkeit, mit dem Egoismus, und dem Stolz nicht miteinander zu reden, wobei ich nicht einmal sagen kann, ob diese ganzen Gefühle und Stimmungen nur von mir ausgehen aufgrund meiner oben besagten Überempfindlichkeit, oder ob es wirklich in der Tat so aussieht aber sich nur niemand traut, etwas zu sagen? Diesen unfrewilligen Zustand bestehen zu lassen und lieber in einer angespannten, erhitzten Stimmung weiter nebeneinander herzuleben anstatt diese Spannung zu lösen. Aufgrund anderer Ereignisse sollte ich mich dann nur fragen um welchen Preis geschieht das, und vorallem wieso? Wahrscheinlich wäre das diese falsche Freundlichkeit, die dann zum Vorschein kommen würde und von der ich nichts halte. Die immer angepriesene Ehrlichkeit, die von niemandem gelebt wird. Aber wünscht man sich nicht einfach, dass alles mit einem Schnipsen passieren kann? Dass die vorgehaltenen Werte auch wirklich gelebt werden. Letztendlich kurz darunter gesagt wollte ich damit nur ausdrücken, dass ein einziges Fragezeichen einen so sehr kaputtmachen kann, dass man nicht weiß, wie lange man unter diesem Druck und mit diesem Schmerz noch so weitermachen kann, wenn man vorallem weiß, dass man auf keine Unterstützung hoffen kann die zu irgendeiner Veränderung oder Verbesserung führen kann, weil die Person einem ans Herz gewachsen ist und man nichts Falsches tun möchte, um diese Verbindung komplett zu beenden.
Für mich wirft diese Gesellschaft immer mehr Fragezeichen auf, die einfach unverständlich sind. Es wäre ratsam, wenn jeder Mensch zu einem Thema so ein Fragezeichen hat, nur um nicht komplett gedankenlos durch die Straßen zu laufen. In der Hoffnung, dass sich alles irgendwann irgendwie zum Besseren ändert.



7.12.10 18:15




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